Nachtumzug in AichhaldenNach dem Umzug versammelten sich Einheimische und Gäste in der Halle und in der Festplatzanlage, um die Auftritte der Gruppen zu genießen. Fotos: Schmidtke Foto: Schwarzwälder-Bote. Von Karin Schmidtke Aichhalden. Scharenweise waren Fasnetszünfte und -gruppen nach Aichhalden zur traditionellen "Teufelsnacht" der Erzknabberteufel geströmt.Stolze 64 Gruppen beteiligten sich beim Fackelumzug. Thomas Hug hatte zuvor für ein Feuerwerk gesorgt und auch schon vor dem Umzug herrschte Hochstimmung im Ort. Das ganze Dorf hielt wieder zusammen.Lokale wie etwa das Gasthaus "Engel" passten ihre Speisekarte an und verkauften teuflisches Chili, Vereine und Gruppen luden an allen Ecken und Enden mit Imbissen und Getränken ein und Partylaune strömte aus der "Florianbar".Große und kleine Hästräger, Musiker und Narrenräte erzeugten einen schaurig bis fröhlichen Zug in der Dunkelheit. Hexen verwuschelten die Passanten, bildeten waghalsige Pyramiden oder zogen stinkende und qualmende Kessel mit sich. Freundliche Narren verteilten auch Süßigkeiten, freche entführten oft Mädchen vom Straßenrand ins Ungewisse. Ausgelassen und übermütig tollten die Narren durch die klare kalte Nacht.Die Straße erhielt einen neuen Belag aus Konfetti, Stroh und Bonbonpapierchen, denn der Spaß hatte an diesem Abend Hochkonjunktur. In der Festplatzanlage und in der "Josef-Merz-Halle" boten viele der Gastgruppen ein abwechslungsreiches Programm. Besonders beliebt hatte sich die Guggenmusik "Ruine Fetzer" aus Hochburg gemacht, die ihrem Namen alle Ehre machten.Mit vier Programmpunkten besonders stark vertreten war die Zunft "Grün-Weiß" aus Böblingen. Die "Kleine Garde", mit viel Eifer tanzende Mädchen, machte mit einem super einstudierten Jazzdance den Auftakt in der Halle. Das "Tanzmariechen Desiree" begeisterte mit einem Soloauftritt, die zunfteigene Guggenmusik sorgte für ausgelassene Laune und die "Citydancers" begeisterten mit gekonnten Tanzschritten. Eine tolle Idee war der Marionettengeistertanz der Narren aus Seitingen-Oberflacht. Im Häs tanzten diese gruseligen Figuren zuerst an den Marionettenfäden, die ein Narrenrat schwang, doch später befreite sich die Schar und baute faszinierende lebendige Gebilde.Guggenmusiken, Show- und Hexentänze und Narrentreiben bestimmten den Ablauf auf der Bühne, während in der Festplatzanlage, in der Halle und im ganzen Dorf gefeiert wurde.Witzig waren wieder die Selbacher "Dorfschlempen", die um ihren Hexenkessel tanzten. Für Musik sorgten DJ Kohler in der Halle, DJ Björn mit Team in der Festplatzanlage. An die mehr als gelungene Teufelsnacht werden sich viele gerne zurückerinnern.